Ein Mann wie eine Katze
Dienstag, 17. August 2010, 02:25
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“Wow, e huere geili Chatz!” – heisst es oftmals unter Männern, wenn das testosterongesteuerte Auge eine attraktive Frau erblickt. Diese Ausdrucksweise stellt kein Problem dar, denn das weibliche Vokabular ist nicht viel einfallsreicher. Das wahre Problem liegt vielmehr darin, dass sich zumindest meine Männer wie Katzen benehmen. Katzen sind wunderbare Tiere, denn nichts ist schöner, als zu wissen, dass zu Hause jemand wartet, der einen mit einem zufriedenen Schnurren begrüsst. Aber Katzen kratzen auch stundenlang an der Tür, nur um dann auf dem Absatz kehrt zu machen, wenn der entnervte Mensch endlich die Tür öffnet.  Katzen sitzen neben dem Laptop und nutzen jede Gelegenheit um auf die Tastatur zu trampeln, die Sicht auf den Bildschirm zu versperren und um überhaupt dafür zu sorgen, dass man sich nur, ausschliesslich und allein ihnen widmet. Bis ein Mann zu Hause auf einen mich wartet, dauert es noch  ewig bleibt auch er gerne vor offenen Türen stehen, denn schliesslich ist die Tür ja offen. Wie Katzen an einem Sommertag sonnen Männer sich in der Aufmerksamkeit, die im Falle meines Katers vor allem durch ständigen SMS Kontakt vermittelt wird. Möchte man das schöne, stolze Mistvieh Wesen aber dazu bewegen, sich zu zeigen, so stellen sich dem Katzensprung aber plötzlich Dinge wie zu lange Zugfahrten oder vor allem Festivals im Wallis (die noch v  i  e  l weiter weg sind…) in den Weg. Natürlich möchte mann aber die Aufmerksamkeit nicht missen, und meldet sich trotzdem gerne abends, wenn ich gerade über einer Seminararbeit brüte, nur um dann charmant wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Einer Katze im Sinne von Felis silvestris catus verzeiht frau aber alles, denn ein Blick in diese Augen genügt um den ganzen Ärger zu vergessen. Mein Der Kater hat auch wunderschöne Augen, aber die werden ihm nichts nützen, denn vorerst werden sie nur eine aus Nichtbeachtung bestehende Tür anblinzeln.