Abgelegt unter: Leben | Tags: Beziehungen, Chanel Chance, luxuria, Männer, Shopping, Sieben Todsünden, Singleleben, Spiritualis fornicatio, Stress, Uni
Ich wollte das Parfüm schon ewig und nun steht es endlich bei mir im Badezimmer.♥. Für irgendwas muss ich das Geld ja ausgeben, das ich beim Schulhausputzen und Sich-fast-einen-Bruch-Heben verdient habe. Aber sonst läuft es nicht mit diesen Chancen. Ich hätte die Chance gehabt, rechtzeitig mit meiner Seminararbeit zu beginnen und jetzt vor meiner Reise nach Hamburg entspannt im Bett liegen zu können. Stattdessen brösele ich den Text im Schneckentempo auf das virtuelle weisse Blatt, obwohl mir das Thema vertraut ist. Eigentlich geht es nur darum, den Ansatz einer allegorischen Gesamtkonzeption in Heinrich Wittenwilers Der Ring zu kritisieren und dies anhand ausgewählter Textstellen zu verdeutlichen. Spiritualis fornicatio ist der Titel der Habilitationsschrift von Eckart Conrad Lutz, in der er diesen Ansatz vertritt. Spiritualis fornicatio – Die geistige Unzucht. Als wolle sich Lutz für meinen Groll gegen seine manchmal etwas sehr verwirrend abgefasste Arbeit rächen, piesackt er mich mit dieser Titelwahl. Die Hurerei im Geiste ist im Moment nämlich das einzige worauf sich meine Beziehung zu diesem ‘Mann wie eine Katze’ beschränkt. Zwar bin ich mittlerweile froh, dass aus unserem Treffen dieses Wochenende nichts geworden ist, denn im Moment bin ich ja mit Tippen und Kaffeetrinken völlig ausgelastet. Aber… der Versuch den Herrn mit Nichtbeachtung zu strafen, scheiterte genauso kläglich wie der Versuch meine erhängt im Keller vorgefundene Motivation wiederzubeleben. Gestern: 10 SMS. Mit fortschreitender Uhrzeit dann auch immer mehr Richtung spiritualis fornicatio gehend. Wenn ich also nicht damit rechne überhaupt noch was von einem Mann zu hören, dann und nur dann scheint er sich gar nicht oft genug melden zu können. Verstehe ich nicht, muss ich ja auch nicht. Manchmal frage ich mich schon, warum ich eigentlich immer nur die schwierigen Männer will. Männer die intelligent und gutaussehend sind, aber immer so verdammt bockig, störrisch und freiheitsliebend. Liegt vielleicht daran, dass ich selber gar nicht so anders nämlich beziehungsgestört bin… Aber diese rein textbasierte Kommunikation geht mir langsam auf den Geist, schliesslich ist die luxuria eine meiner bevorzugten Todsünden.
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